Das hat Weihnachten nicht verdient: Willie T. Stokes (Billy Bob Thornton) ist der verdorbenste Weihnachtsmann, den man sich vorstellen kann. Dieser Santa säuft, flucht, kommt regelmäßig zu spät und beschimpft die Kinder, die sich auf seinen Schoß setzen. Doch damit nicht genug: Obendrein nutzt Willie seine alljährliche Anstellung als Kaufhaus-Weihnachtsmann zur Tarnung, um mit seinem Kompagnon Marcus (Tony Cox) am Heiligen Abend nach getaner Arbeit den Safe des Kaufhauses zu knacken. Böser Santa! Doch in diesem Jahr wird sich alles ändern - denn diesmal haben es die beiden nicht nur mit einem argwöhnischen Einkaufszentrum-Manager (John Ritter) und einem verschlagenen Kaufhausdetektiv (Bernie Mac) zu tun, sondern auch mit dem sexy Santa-Fan Sue (Lauren Graham) und einem unschuldigen Jungen (Brett Kelly), der einfach nicht aufhören will, an den Weihnachtsmann zu glauben. Mal sehen, vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder ...
Eine bösartige Weihnachtskomödie - fies, niederträchtig, hinreißend und urkomisch! Superstar Billy Bob Thornton (Armageddon - Das Jüngste Gericht) lässt in dieser Paraderolle kein Tabu ungebrochen. Unter der Regie von Kultfilmemacher Terry Zwigoff (Ghost World) jagt in diesem gnadenlosen Spaß eine wahnwitzige Pointe die nächste.
"Ein herrlich verrückter Spaß, mit einem brillanten Billy Bob Thornton" (TV MOVIE)
WENN SANTA VOM RECHTEN WEG ABKOMMT
Oftmals wurden Santa Claus oder die vielfältigen Variationen des grantigen alten Geizhalses Ebenezer Scrooge aus Dickens’ „Weihnachtsgeschichte“ im Kino als Außenseiter dargestellt. Aber noch nie hat die Welt einen Weihnachtsmann wie Willie T. Stokes zu sehen bekommen, der gleich von Anfang an auf dermaßen komische Weise am absoluten Tiefpunkt zu erleben ist. Er säuft, flucht wie ein Seemann und verbreitet eher Weihnachtssarkasmus als Feiertagsstimmung, und er ist durch und durch politisch unkorrekt. Doch damit nicht genug: Er ist nur deshalb im Santa-Geschäft tätig, um seinen kriminellen Machenschaften nachgehen zu können. Aber wie man in BAD SANTA feststellen kann, ist selbst ein Willie T. Stokes noch zu retten und nicht gefeit dagegen, ein Stück weit Feiertagserlösung zu erlangen – auch wenn seine Vorstellung von der Weihnachtsgeschichte wahrscheinlich dafür sorgen würde, dass Dickens im Grab regelrecht Pirouetten drehen würde.
Die Geschichte von Willies wilder Weihnachtswandlung beruht auf einer Idee der ausführenden Produzenten Ethan und Joel Coen. Sie fassten sie folgendermaßen zusammen: „Ein böser Santa verändert sich urplötzlich.“ Für den Helden ihrer Geschichte hatten die Coens dabei eine Figur im Hinterkopf, wie sie in den 30er Jahren vom Charakterschauspieler Wallace Beery gespielt wurde – ein immer schlecht gelaunter, komischer Schuft, der sich als ungeschliffener Diamant entpuppt. Eine weitere wichtige Inspiration war Michael Ritchies Komödienklassiker "Die Bären sind los!" (1976) – vor allem Walter Matthaus unvergessliche Darstellung des Baseball-Coachs Buttermaker – einem Mann, der überhaupt nichts dabei findet, sich Martinis von kleinen Kindern zubereiten zu lassen, während er das bunt zusammengewürfelte Team von Verlierern zum Sieg führt.
Produzentin Sarah Aubrey sagt: „´Die Bären sind los!´ ist einer der Lieblingsfilme der ausführenden Produzenten Joel und Ethan Coen. Als wir Willies Geschichte entwickelten, waren wir durch den schrägen Umgangston zwischen Walter Matthau und seinen Außenseiter-Kids inspiriert: immer bissig, niemals sentimental, aber trotzdem von einer Art, die man beinahe rührend nennen könnte.“ Mit seinem Schandmaul, seinem Vorstrafenregister, seinem schlechten Benehmen, garniert mit ein paar unerquicklichen Angewohnheiten ist Willie T. Stokes die Weihnachtsmann-Albtraumvision eines jeden Kaufhauses. Trotzdem ist er jedoch auch jemand, der nichts dagegen hätte, wenn er einmal in seinem Leben geliebt werden würde.
Um die beiden Seiten von Stokes – seine unfassbare Komik und seine Vorliebe für unflätige Sprüche, ebenso wie seinen Hang zur Tragik – einzufangen, entschieden sich die Filmemacher für die vielseitigen Talente von Oscar®-Gewinner Billy Bob Thornton. „Ich kenne Billy Bob seit vielen Jahren. Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, war er der Einzige, den ich auf meiner Wunschliste für die Darstellung des Willie T. Stokes hatte. Ich machte mich sofort daran, ihn für die Rolle zu gewinnen. Er fand das Drehbuch genauso gut wie ich“, erinnert sich Produzent Bob Weinstein. „Die Rolle ist ziemlich heikel“, meint Produzent John Cameron. „An der Oberfläche muss er widerlich und abstoßend sein. Gleichzeitig muss man dahinter aber den einen entscheidenden Funken Menschlichkeit erkennen können. Billy Bob Thornton brachte die widersprüchlichen Wesenszüge perfekt auf den Punkt.“