Während des Zweiten Weltkriegs wird Hellboy (Ron Perlman) aus den Flammen der Hölle geboren und von dem größenwahnsinnigen Magier Rasputin (Karel Roden) durch ein okkultes Ritual an die Erdoberfläche gebracht, um die Hölle auf Erden zu entfesseln. Doch Hellboy wird von den Alliierten gerettet. Professor "Broom" Bruttenholm (John Hurt) nimmt die kleine Ausgeburt des Teufels unter seine Fittiche und zieht sie im Schutz der "Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen" auf. Jahre später ist der erwachsene und praktisch unzerstörbare Hellboy an der Seite des Fischmannes Abe Sapien (Doug Jones) und der pyrokinetisch veranlagten Liz Sherman (Selma Blair) zum eifrigsten Bekämpfer aller bösen übernatürlichen Kräfte geworden. Hellboy und sein Ziehvater ahnen nicht, dass Rasputin seine dunklen Pläne von einst noch nicht aufgegeben hat. Er ist zurückgekehrt, um endlich Armageddon herbeizuführen. Seine wichtigste Schachfigur im diabolischen Spiel? Hellboy!
Fantasy-Action hat einen neuen Namen: HELLBOY! Basierend auf der erfolgreichen Comic-Reihe von Mike Mignola erschuf Genre-Spezialist Guillermo del Toro (Blade II) ein brillantes Abenteuerspektakel, das in puncto Humor, Action, Stunts und Effekte keinerlei Wünsche offen und nicht eine Sekunde Langeweile aufkommen lässt. Dämonisch gut!
THE MAKING OF HELLBOY
Vor einem Jahrzehnt beschloss der talentierte und ausgesprochen erfahrene Comicbuch-Künstler Mike Mignola, sich auf ein kreatives Glücksspiel einzulassen und seinen eigenen Impulsen als Geschichtenerzähler zu folgen.
„Ich habe es immer genossen, Folklore, Legenden, Geistergeschichten zu lesen – ebenso wie Monster-Comics
und okkulte Detektiv-Geschichten“, erklärt Mignola. „Also dachte ich mir: Warum sollte ich nicht von einem Monster erzählen, das auf der Seite der Guten gegen andere böse Monster kämpft. Mit HELLBOY erfüllte ich mir den lebenslangen Wunsch, nichts anderes zu machen, als Monster zu zeichnen. Zehn Jahre später kann ich mir immer noch nichts Besseres vorstellen.“
HELLBOY ist anders als andere Comicbuch-Helden. Mignola gestaltete ihn als „ganz normalen Arbeiterklassetyp“, wie er selbst sagt: „Er ist nicht nur unzerstörbar, sondern auch unschuldig und schüchtern. Den Job als Monsterjäger bekam er eher zufällig.“
Die erste Miniserie von Mignola hörte auf den Titel „Hellboy - Seed Of Destruction“, in dem es nach eigenen Aussagen „um Hellboys Heranwachsen geht, um den Moment, in dem er die Entscheidung treffen muss, welche Art Mann er sein will“. Der Bogen der Handlung beginnt mit Hellboys erstem Erscheinen auf der Erde und folgt ihm auf mehreren Abenteuern, bis es schließlich zur großen Konfrontation mit dem durchtriebenen Rasputin kommt, der Hellboy unbedingt benötigt, um die zerstörerischen Kräfte der Schattenwelt für seine Zwecke auf der Erde entfesseln zu können.
Diese erste Serie war es, die die Aufmerksamkeit und Bewunderung des in Mexiko geborenen Filmemachers Guillermo del Toro erregte, Schöpfer solch ungewöhnlicher Filme wie "Blade II2 (2002), "The Devil’s Backbone" (2000) und "Cronos" (1993), der beim Filmfestival von Cannes den Kritikerpreis gewann und mit neun mexikanischen Filmpreisen ausgezeichnet wurde. „Was mich sofort an Mikes HELLBOY begeisterte, war die grafische Präsentation. Sie war bestechend und wunderschön. Er ist außerdem ein großartiger Geschichtenerzähler und lässt sich Storys einfallen, die sowohl mythisch als auch ein bisschen schräg sind. Hellboy ist als Figur eine einzigartige Schöpfung – und macht viel Spaß. Er ist sehr stark und zugleich so menschlich und verletzlich.“ sagt Guillermo del Toro.
Neben Hellboys dualer Natur, seinem ewigen Balancieren zwischen Gut und Böse, fand del Toro spannend, dass es sich bei ihm um einen Jungen handelt, der im Körper eines Mannes gefangen ist: „Hellboy hat den Körper eines roten, ein halbes Jahrhundert alten Affen, aber das Herz und den Verstand eines jungen Teenagers. Er ist sehr verzogen, sehr temperamentvoll und sehr widerspenstig und wild.“
Von Anfang an waren Mignola und del Toro einer Meinung, dass es nur einen Schauspieler gab, der ihren Helden wirklich und ehrlich verkörpern konnte. „Wir wussten sofort, dass Ron Perlman ihn spielen sollte“, sagt Mignola. „Er hat das Auftreten und die Haltung von Hellboy. Alles, was er macht, strotzt vor dieser Arbeiterklassen-Attitüde, alles schon einmal erlebt zu haben. Und er hat die perfekte Stimme. Kurz nachdem ich Guillermo kennen gelernt hatte, sagt ich zu ihm: ,Und wer soll Deiner Meinung nach Hellboy spielen?, Dann musterten wir uns von oben bis unten, als wollten wir einander abtrotzen, wer es zuerst sagt. Und dann sagten wir gleichzeitig: Ron Perlman.“