Der kriegserprobte Colonel Ludlow (Anthony Hopkins) hat sich mit seinen drei Söhnen Alfred (Aidan Quinn), Tristan (Brad Pitt) und Samuel (Henry Thomas) auf eine entlegene Farm in Montana zurückgezogen. Als der erste Weltkrieg ausbricht, melden sich die Söhne an die Front. Susannah (Julia Ormond), Samuels attraktive Verlobte, bleibt mit dem Colonel zurück. Sie wird Samuel niemals wiedersehen, er fällt im blutigen Krieg. Tristan fühlt sich verantwortlich und verschwindet für einige Jahre. Er kehrt zurück als gerissener Pferdehändler und Alkoholschmuggler. Alfred, mittlerweile in die Politik eingestiegen, muß ihm das Handwerk legen und wird sein größter Rivale - auch im Kampf um Susannahs Liebe. Ein Konflikt mit tödlichen Konsequenzen...
Der packende Welterfolg mit dem Liebling aller Frauen: Brad Pitt. Bewegend, mitreißend, hocherotisch! 1994 mit einem Oscar® (Beste Kamera) ausgezeichnet.
Regisseur Edward Zwick (‚Glory‘) und sein Geschäftspartner, der Produzent Marshall Herskovitz (‚Shakespeare in Love‘), hatten sich die Leinwandumsetzung von ‚Legenden der Leidenschaft‘ bereits in den siebziger Jahren vorgenommen, als sie Jim Harrisons Roman zum ersten Mal lasen. Zwick: „Es ist eine große, dunkle, wunderschöne und großzügige Familienchronik, eine großartige Geschichte, die von der Würde und Erniedrigung eines Menschen handelt.“
Für die Rollen der männlichen Mitglieder des Ludlow-Clans wurden Oscar®-Preisträger Anthony Hopkins (Bester Schauspieler: ‚Das Schweigen der Lämmer‘, 1991), Brad Pitt (‚Fight Club‘), Aidan Quinn (‚Music Of The Heart‘) und Henry Thomas (‚All The Pretty Horses‘) verpflichtet. Ihre Frauen wurden von Julia Ormond (‚Sabrina‘) und Karina Lombard (‚Sargasso Sea‘, ‚Die Firma‘) dargestellt. Abgerundet wurde die Besetzung mit Gordon Tootoosis (‚The Black Robe‘, ‚Pocahontas‘) als Saskatchewan, ein Stammeshäuptling der Poundmaker Cree Nation, welcher nicht nur One Stab, den Erzähler der Geschichte spielte, sondern Pitt auch beim Lernen seiner Cree-Dialoge half.
Während ein Teil von ‚Legenden der Leidenschaft‘ in Vancouver, British Columbia, gedreht wurde, entstanden die meisten Szenen im Stoney Indian-Reservat in der Nähe von Calgary, Alberta, einem Drehort, den der Regisseur aus der Luft entdeckt hatte.
Zwick: „Wir verbrachten zwei unglaubliche Tage damit, über die Continental Divide und den Glacier National Park von Montana hoch bis Calgary zu fliegen. Schließlich entschieden wir uns für ein Reservat, das an einen Fluss grenzt. Vor hohen Berggipfeln erstrecken sich die Ebenen so weit das Auge reicht.“ Nachdem der Drehort einmal feststand, machte sich Produktions-Designerin Lilly Kilvert (‚In The Line Of Fire‘) daran, die Ludlow-Ranch zu bauen, deren im russischen Stil gehaltenes Hauptgebäude Bildern von sibirischen Häusern nachempfunden wurde. Herskovitz: „Lilly erinnerte uns daran, dass der Westen von Einwanderern besiedelt war, dass dort Stilrichtungen aus der ganzen Welt vertreten waren.“
Obwohl die meisten Szenen in ‚Legenden der Leidenschaft‘ in Montana spielen, sind die Schrecken des ersten Weltkriegs ein wichtiger Bestandteil des Film. Um die Schlacht von Ypres nachzustellen, wurden in der offenen Prärie Schützengräben gezogen, in denen hunderte von Minenwerfern aufgestellt wurden. Sobald die „Artillerie“ in Aktion trat, wurden Stuntmen über die Schauspieler hinweggeschleudert. Über 800 Komparsen spielten die Soldaten in Aktion.
Nach der U.S.-Premiere im Dezember 1994 spielte ‚Legenden der Leidenschaft‘ über 65 Millionen Dollar ein, wurde für drei Oscars® nominiert (Beste Ausstattung, Bester Ton, Beste Kamera) und gewann den Academy Award 1994 für die Beste Kamera (John Toll).
‚Legenden der Leidenschaft‘ ist „eine Western-Saga von epischen Ausmaßen“ und zugleich „enorm unterhaltsam!“ (Roger Ebert, Chicago Sun-Times.)