Ice Cube spielt erneut die Rolle des Nick: „Ich glaube, die Menschen werden sich mit dieser Familie identifizieren“, sagt der Star. „Es ist alles wie im echten Leben: Jeder versucht, mit den anderen klar zu kommen. Obwohl wir den komödiantischen Charakter verstärkt haben, haben wir auch versucht, alles realistischer und etwas lebensechter zu machen. Jetzt sehen wir genau das, was jeder von uns in gewisser Hinsicht einmal durchmachen muss.“
Cubes Produktionspartner Matt Alvarez findet, dass die Idee des baufälligen Hauses einen passenden Hintergrund für den Versuch der Persons lieferte, sich ein Heim zu schaffen. „Es geht zum einen darum, dass alle in eine neue Gemeinde ziehen“, erklärt er. „Aber die eigentliche Story ist die, dass Nick versucht, sich an das Leben mit seiner neuen Familie zu gewöhnen.“
„Im ersten Film ging es um einen Single und darum, einen Partner zu finden, der in deine Familie passen würde“, erinnert Produzent Todd Garner. „Hier hat sich die Familie zusammengefunden. Aber es gibt noch Ecken und Kanten. Jetzt ist die Frage: ,Wie verschmelze ich richtig mit einer Familie?‘ Nick war immer Single und wird jetzt damit konfrontiert, Vater zu werden, und zwar nicht nur von zwei Stiefkindern, sondern auch von leiblichen Zwillingen. Kevin wird erwachsen und braucht ein männliches Vorbild. Aleisha ist ein Teenager in einer zusammengewürfelten Familie und muss sich daran gewöhnen, neue Geschwister zu bekommen, in eine neue Gegend zu ziehen und ihre Freundinnen zurückzulassen. Sie tritt außerdem in eine ganz neue Phase in ihrem Leben, in der sie beginnt, Gefühle für einen Jungen zu entwickeln. Für Suzanne fängt ebenfalls ein Leben mit einer neuen Familie an, nachdem sie selbst bereits eine hatte. Wie soll man mit all diesen Veränderungen im Leben eine Einheit werden?“
„Wir hielten das für die perfekte Metapher für den Prozess der Gründung einer neuen Familie“, fährt Garner fort. „Wenn
Menschen in ein neues Haus ziehen und alles schief geht, stehen Beziehungen wirklich auf dem Prüfstand. Also war es der perfekte Hintergrund für komödiantische Konflikte. Der Film über eine Familie, die vor Problemen und Hindernissen steht und nicht zwangsläufig immer miteinander klarkommt, ist nicht nur eine großartige Komödie, sondern transportiert auch starke Emotionen. Man kann sich mit den Figuren identifizieren, weil sie keine am Reißbrett erschaffene perfekte Bilderbuch-Familie sind.“
Regisseur Steve Carr bot der Film die Möglichkeit, eine lebendige, ins 21. Jahrhundert übersetzte Version eines klassischen Hollywood-Genres zu schaffen. „Der Film hat etwas von den traditionellen Screwball-Komödien der Dreißiger und Vierziger“, sagt er und bemerkt, dass eine der wichtigsten Quellen des Drehbuchs der Cary-Grant-Klassiker "Nur meiner Frau zuliebe" (1948) war. „Diese Idee sprach mich wirklich an. Und ich glaube, dass auch das Publikum sich davon angesprochen fühlen wird. Die Leute bekommen viel zu lachen, aber auch Wärme und Herzlichkeit spielen eine große Rolle.“
Eine weitere Methode, mit der die Filmemacher Dynamik in die Story brachten, war eine neue Figur: Chuck Mitchell, Jr., der Nachbar, Makler, Bauaufseher, Bauunternehmer und „Baby-Flüsterer“, der alle Antworten auf die Probleme der Familie zu haben scheint. Nick steht einem Mann gegenüber, der genau da Erfolge feiert, wo er selbst scheitert. „Für meine Figur Suzanne“, so Nia Long, die ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Rolle zu sehen ist, „ist Chuck der tollste Nachbar und Typ, den sie kennt. Sie sieht, wie er mit den Kindern umgeht, wie er sie zum Angeln mitnimmt. Er kennt sich mit natürlichen Geburten und mit Yoga aus, studierte mit Mönchen, spielte professionell Basketball – er ist ein Universal-Genie.“
Für die Rolle wandten sich die Filmemacher an John C. McGinley, bekannt für seinen Part als griesgrämiger, schlagfertiger Dr. Cox aus der NBC-Serie „Scrubs“. „Chuck, so wie John ihn spielt, ist ein echt komischer Kontrast, auf den Cube hier prallt“, so Alvarez. „Im ersten Film war Nick der normale Mann in einer verrückten Situation, der auf alles reagieren musste, was passierte. Dieses Mal gibt es mit John jemand ganz anderen als die Kinder, gegen den er anspielen muss.“ „Chuck ist riesengroß, lustig und vollkommen übertrieben. Nick ist sehr trocken in seiner Art und sehr solide“, sagt Carr. „Wenn man diese zwei Typen zusammenbringt, hat man eine großartige Buddy-Geschichte. Bis zu einem gewissen Grad ist "Sind wir endlich fertig?" nicht nur ein Sequel über die Familie Persons, sondern auch ein Buddy-Movie.“