Die Ipswich Kolonie in Massachusetts, im Jahr 1692: Fünf Familien, die alle über außergewöhnliche Kräfte verfügen, schließen sich zu einem Pakt des Schweigens zusammen. Nur eine Familie, die nach mehr Macht giert, wird verbannt – und verschwindet daraufhin spurlos. Bis heute …
Ipswich heute: Caleb, Reid, Tyler und Pogue sind Studenten an der Eliteschule Spenser Academy und erleben eine normale Jugend mit Schulstress, Parties und der ersten Liebe. Tatsächlich aber sind sie die Nachkommen der Siedler von Ipswich und verfügen über dieselben besonderen Kräfte wie schon ihre Vorfahren. Sie sind schneller und stärker als ihre Altersgenossen und können zudem Gegenstände mit der reinen Kraft der Gedanken bewegen. Verbunden durch ihre gemeinsame Herkunft, sind die vier Jungs unzertrennlich. Doch als einer ihrer Mitschüler nach einer Party tot aufgefunden wird, beginnen sie, sich gegenseitig zu verdächtigen. Nach und nach kommen die Geheimnisse, die sich um den mysteriösen Pakt ranken, ans Licht. Was seit Jahrhunderten die Familien der vier Jungs beschützt hat, scheint ihnen nun zum Verhängnis zu werden.
Die visuelle Magie von DER PAKT - THE COVENANT
„Nur der Bund wird die Wahrheit wissen. Aber für sie wirst du zu einer Legende werden. Zu demjenigen, der sein Leben für sie gegeben hat …“ (Chase Collins)
Die Balance zwischen den fantastischen Elementen (eine Gruppe von Teenagern mit übermenschlichen Kräften) und den eher realistischen Themen (Liebe, Freundschaft und Rivalitäten in einer Gruppe von Schülern mit verschiedenen familiären Hintergründen) war laut Produzent Tom Rosenberg eine der größten Herausforderungen für die Filmemacher. Nirgendwo war diese Balance für Harlin und sein Team wichtiger als der visuellen Umsetzungund dem Einsatz modernster Special Effects.
„Wir zeigen Menschen, die von Klippen springen und das kann man nicht ohne visuelle Effekte bewerkstelligen“, erläutert Rosenberg. „Auf der anderen Seite drehten wir keinen reinen Special-Effects-Film. Wir brauchten diese visuelle Komponente, um unsere Geschichte zu illustrieren, aber wir durften es keinesfalls übertreiben.“
„Digitale Effekte erlauben es uns, beinahe jede Art von Universum für die Leinwand zu erschaffen“, erklärt Renny Harlin. „Aber bei uns dreht es sich nicht um eine Fantasie-Welt. Es ist eben kein Science-Fiction-Universum, sondern alles basiert auf der Realität. Ich wollte, dass die Zuschauer denken: ,Das erinnert mich an meine Schule oder mein Zuhause, aber irgendwie ist es doch anders. Es ist aufregender und ich wäre so gern ein Teil davon.‘ Gleichzeitig haben die Special Effects uns erlaubt, unglaubliche Actionsequenzen und diese Momente zu erschaffen, in denen die Jungs ihre magischen Kräfte einsetzen. Also lag es ganz an ihnen, dass der Film perfekt wird.“
Um das Budget des Films für die visuellen Effekte möglichst effizient einsetzen zu können, entschieden sich die Produzenten, in Montreal zu drehen, einem Kino-Mekka, das finanzielle Vorteile wie Steuervergünstigungen, Finanzierungshilfen seitens der Regierung und einen ausgesprochen günstigen Wechselkurs bietet und in dem man gleichzeitig auf talentierte Produktionsprofis und Drehorte, die Neuengland, dem Handlungsort von DER PAKT- THE COVENANT ähneln, zurückgreifen konnte. „In Montreal sind einige sehr fähige Visual-Effects-Studios ansässig“, sagt Andre Lamal von Lakeshore Entertainment, der als ausführender Produzent für den Film verantwortlich ist. „Das Geld, das wir gespart haben, konnten wir dort wunderbar anlegen – wir haben ordentlich Krawall für unsere Kohle bekommen.“
Die Arbeit in Montreal versetzte die Produktion darüber hinaus auf den Heimatboden des preisgekrönten, in Quebec geborenen Kameramannes Pierre Gill, der unter anderem die TV-Miniserien "Jeanne d’Arc - Die Frau des Jahrtausends" (1999) und "Hitler - Der Aufstieg des Bösen" (2003) aufgenommen hatte. Gill vergleicht die einzigartigen Actionsequenzen aus DER PAKT - THE COVENANT mit einem anderen bahnbrechenden und visuell atemberaubenden Film: „Nach `Matrix´ (1999), wo man grandiose Actionszenen mit fliegenden Menschen erfand, haben etliche Filme genau diese Technik benutzt.
Die Figuren in unserem Film fliegen ebenfalls, aber wir haben einen anderen Zugang zu ihren Bewegungsabläufen bei Kämpfen gefunden. Normalerweise kontrolliert man die Bewegungen von Schauspielern manuell, da sie an einem Kabelsystem hängen und fliegen. Techniker ziehen an Kabeln, die Schauspieler fliegen in die Richtung, in die die Kabel gezogen werden und fallen wieder nach unten, wenn sie losgelassen werden. Aber wir haben ein computergestütztes System benutzt, das ursprünglich für den Cirque de Soleil erfunden wurde, der mit sehr vielen Flug-Effekten arbeitet. Ein computergestütztes Kabelsystem heißt, dass wir nicht nur jede Bewegung der Schauspieler in der Luft kontrollieren können, sondern dass wir auch präzise jeden Ablauf vorhersagen und ihn exakt auf die gleiche Weise wiederholen können. Es ist ein großartiges System.“
Darüber hinaus wollte Harlin das Gleichgewicht zwischen Realismus und Fantasy bewahren, in dem die Schauspieler so viele Stunts wie möglich selbst absolvieren sollten. „Eine weitere Besonderheit an diesem Film ist, dass die Action von den Darstellern selbst gemacht wird“, erklärt der Regisseur. „Und die Flugsequenzen sind nicht wirklich mit digitalen Effekten hergestellt worden. Unser Kabelsystem – das zum ersten Mal überhaupt bei einer Filmproduktion benutzt wurde – versetzte unsere Schauspieler in die Lage, sich in der Luft zu bewegen, nach oben, nach unten, zur Seite. So konnten sie diese atemberaubenden und manchmal ballettartigen Bewegungen selbst ausführen und wir mussten nicht auf Stuntleute oder gar digitale Bearbeitung zurückgreifen. So waren wir in der Lage, dem Publikum eine wahrlich einzigartige und ungewöhnliche Erfahrung zu bieten.“ Steven Strait, sein Hauptdarsteller, pflichtet ihm bei: „Es hilft immer, wenn man in einer Szene seine eigenen Stunts ausführen kann. Man bekommt ehrliche Reaktionen. Und ich glaube, dass das, was wir mit dem Kabelsystem
angestellt haben, dem Fliegen am nächsten kommt – vielleicht abgesehen von Fallschirmspringen oder Bungeejumping. Ich meine, wie oft im Leben fliegt man schon mit einer Affengeschwindigkeit 20 Meter über dem Boden? Es ist ein Wahnsinnsrausch und ein Gefühl der absoluten Freiheit. Wenn ich eine von Calebs Fähigkeiten auswählen dürfte, würde ich das Fliegen wählen. Wer will nicht schon gern mal fliegen können?“ Um sich gebührend auf ihre Stunts vorzubereiten, mussten sich die Schauspieler einem ausgiebigen Trainingunterziehen. Außerdem mussten sie sich daran gewöhnen, ihre Dialogzeilen in einem leeren Set vor einer Green Screen vorzusprechen. „Das ist definitiv etwas, an das man sich erst mal gewöhnen muss“, bemerkt Strait. „Es ist eine ziemliche Herausforderung, an einem Tag durch die Luft geschossen zu werden und sich am nächsten Tag vorstellen zu müssen, dass man irgendwo auf einer Klippe steht. Es ist schwer, aber man schafft es.“
Ramsey war ebenfalls begeistert, ihre Erfahrungen an Filmsets ausbauen zu können. „Ich musste für eine Reihe von Unterwasser-Aufnahmen trainieren, so dass es so aussah, als würde ich in einer Szene schweben“, erinnert sie sich. „Also habe ich geübt, 45 Sekunden lang unter Wasser zu bleiben und nicht nach Luft zu schnappen. Am Ende haben sie mir ein Atemgerät gegeben und mir die Nase mit Wachs verschlossen, damit beim Drehen keine Luftblasen rauskamen.“
Die männlichen jungen Stars des Films haben bei einem weiteren Special Effect buchstäblich große Augen gemacht – nämlich als sich ihr Blick gespenstisch schwärzt, wenn ihre Figuren ihre Zauberkräfte einsetzen. Dieser Effekt wurde durch den Einsatz von speziellen Kontaktlinsen erreicht.