
Casino Royale
CASINO ROYALE stellt JAMES BOND vor, bevor er seine Lizenz zum Töten erhielt. Doch dieser Bond ist keineswegs weniger gefährlich, und nach zwei professionellen Anschlägen innerhalb kurzer Zeit wird er in den "00"-Status befördert. "M" (Judi Dench), die Chefin des britischen Secret Service, schickt den soeben beförderten 007 auf seine erste Mission, die ihn nach Madagaskar, auf die Bahamas und schließlich nach Montenegro führt, wo er Le Chiffre gegenübersteht, einem rücksichtslosen Finanzier, der von seiner Kundschaft aus dem Terroristenmilieu bedroht wird und nun bei einem Pokerspiel im Casino Royale seine Kasse aufzufüllen versucht. "M" unterstellt Bond dem wachsamen Auge der Finanzbeamtin Vesper Lynd. Zunächst zweifelt Bond an Vespers Fähigkeiten, doch während die beiden gemeinsam diverse Gefahren meistern, wächst sein Interesse an ihr. Dann treffen Le Chiffres Gerissenheit und Grausamkeit die beiden Agenten auf eine Weise, die Bonds Erwartungen übersteigt, und er lernt seine wichtigste Lektion: Vertraue niemandem!
"Daniel Craig ist der beste Bond aller Zeiten!" (Joshua Rothkopf, TIME OUT NEW YORK)
„Ein anderer Bond in jeder Hinsicht.“ (Regisseur Martin Campbell)
Zu Martin Campbells Kinoerfolgen zählen Actionfilme wie "Die Maske des Zorro" (1998), "Die Legende des Zorro" (2005) und "James Bond 007: GoldenEye" (1995). Er hat sich sehr darüber gefreut, in "Casino Royale" erneut die Verantwortung zu übernehmen, da der Geheimagent in dieser Folge eine Entwicklung seines Charakters erlebt. „Dies ist Bonds erste 00-Mission und er muss noch viel lernen. Zu Anfang macht er Fehler und wird von „M“ gemaßregelt. Er trifft seine Entscheidungen mehr aus dem Bauch heraus und nicht mit dem Kopf und dadurch geht einiges schief. Erst zum Ende des Films wird er zu dem Mann, den wir kennen. Wir sehen, wie Bond sich in Vesper verliebt, aber er muss sich gleichzeitig mit brutaler Gewalt auseinandersetzen. Dies ist realistischer und emotional berührenderals bei früheren Filmen.“
Auch wenn der Film auf Ian Flemings Roman aus dem Jahr 1953 basiert, spielt der er jedoch unzweifelhaft in der Gegenwart. Die Geschichte rankt sich zunächst um den Bösewicht Le Chiffre, der fremdes Geld verliert und deshalb ein Casino-Turnier arrangiert, um seine Verluste zurückzugewinnen. Dennoch bezieht sich der Film indirekt auf die Ära des Kalten Kriegs, wie bei Bonds Nemesis SMERSH, auch wenn es sich hier mehr um eine modernere Version von international operierenden Terrorgruppen dreht.
Eine weitere Neuerung gegenüber Flemings Roman betrifft das Spiel, das Bond und Le Chiffre im Casino Royale austragen. Im Buch ist es Chemin de Fer, eine Variante von Bakkarat. Für den Film wurde es zu Texas Hold’em-Poker geändert, teilweise aufgrund des weltweit auftretenden Interesses an Poker, sagt Wilson, aber auch, weil Poker ein Spiel ist, bei dem geblufft wird und man Strategien entwickeln muss. Dies ermöglicht viel mehr dramatische Facetten auf der Leinwand. Das Marathon-Pokerturnier des Films filmisch umzusetzen, stellte sich sogar als komplizierter heraus, als einige der spektakulären Actionsequenzen in Casino Royale zu drehen. Campbell: „Das war das Schwierigste, was ich jemals zu drehen hatte: zehn Spieler rund um einen Tisch, die Texas Hold’em spielen und alle auf ihre Karten und auf ihre Gegener schauen. Die Spannung und den kontinuierlichen Ablauf zu gewährleisten war ein Alptraum. Ich denke, dass dies eine perfekte Übung für Filmstudenten wäre, das einmal zu versuchen. Zum Glück ist Produzent Michael G. Wilson ein Pokergenie und kann sehr gut mit Zahlen umgehen. Ohne ihn hätte ich das Ganze nicht umsetzen können.“
Wilson beschreibt "Casino Royale" als den Film, den die Originalproduzenten Albert R. „Cubby“ Broccoli und Harry Saltzman schon immer realisieren wollten, es aber nicht konnten, weil die Rechte nicht frei waren. „2000 konnten wir endlich die Rechte erwerben und begannen gleich mit dem Drehbuch“, sagt der Produzent. „Es ist Ian Flemings erster Roman, sozusagen ein klassischer Bond.“
Wilson ist Broccolis Stiefsohn und hat elf Bond-Filme produziert oder mitverfasst und konnte die Entwicklung der 007-Filme über die letzten vier Jahrzehnte mitverfolgen. „In den 70er Jahren wurden die Filme immer aufwändiger, bis wir 1979 "Moonraker - Streng Geheim" machten, der sogar im Weltraum spielte. Mit "In tödlicher Mission" (1981) kamen wir wieder auf die Erde zurück. Bei "Stirb an einem anderen Tag" (2002) hat die Technologie die Story überschattet, also sind wir wieder zur Basis zurückgekehrt und haben dafür einen neuen, raueren Bond geschaffen, dem wir dabei zusehen, wie er sich seinen 00-Status erst verdient und seinen ersten Auftrag für MI6 übernimmt.“
Mit "Casino Royale", sagt Wilson, wollten die Filmemacher mit Bond „zur Basis zurück“. „Wir mussten nach "Stirb an einem anderen Tag" neue Energien tanken und auch wenn wir wussten, dass wir einen garantierten Erfolg landen könnten, wenn wir weiterhin denselben Weg einschlagen würden, hätten wir dabei das verloren, was für die Bond-Filme wirklich wichtig ist.“
Der Produzent lobt Regisseur Campbell, mit dem er bereits 1995 bei dem Erfolg "GoldenEye" zusammengearbeitet hat, für sein Talent Geschichten zu erzählen und seinen unerbittlichen Einsatz für ein exzellentes Ergebnis. „Martin hat grenzenlose Energie und er zieht jeden anderen mit. Er erwartet 100 Prozent Hingabe von der Besetzung und dem Drehteam und liefert selbst mehr als 100 Prozent Leistung ab. Er beginnt zwei Stunden früher als alle anderen zu arbeiten, beschäftigt sich mit dem Drehort und bereitet die Szenen des Tages vor. Die Tatsache, dass er bereits einen Bond-Film gedreht hat, führt dazu, dass alle schneller zusammenarbeiten konnten.“
Zusätzlich zu Wilsons Verantwortung, der bei "Casino Royale" als Produzent und Pokerberater im Einsatz war, spielte er außerdem noch den korrupten Polizeichef von Montenegro, dessen Dienstzeit abrupt vorbei ist. „Ich bin in jedem Film seit "Der Spion, der mich liebte" in der ein oder anderen Rolle aufgetreten. Es ist zu einer Tradition geworden – manchmal ist auch nur meine Hand zu sehen oder meine Stimme zu hören gewesen. Ich war schon ein Priester und einmal ein Wissenschaftler, aber nun bin ich zum ersten Mal ein Polizist.“
Auch wenn Bond, mit Ausnahme eines lebensrettenden, von einem Radio gesteuerten medizinischen Überlebenspakets,
eigentlich ohne technische Hilfsmittel auskommen muss, hat er in "Casino Royale" die Gelegenheit, zwei Aston Martin „auf Herz und Nieren“ zu prüfen. „Wir zeigen, wie er zu seinem DB5 kommt: Er gewinnt ihn in einem Pokerspiel von Dimitrios. Aston Martin baute für uns einen neuen Wagen mit der Bezeichnung DBS, den sie in der neuen Farbe ,Casino Ice‘ ausliefern werden. Es ist eine wirkliche Rennmaschine, die Bond vom MI6 für seine Autofahrt in Montenegro übergeben wird.“
Originaltitel:
Casino Royale
Genre:
ActionThriller
Land/Jahr:
USA 2006Regie:
Martin CampbellDarsteller:
Daniel CraigEva Green
Mads Mikkelsen
Jeffrey Wright
Judi Dench
Produktion:
Michael G. WilsonBarbara Broccoli














